sicher auf vier Beinen!

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           sicher auf vier Beinen

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                                                         überraschenderweise ich

Deutschland sucht den Frühausstieg-eine neue Serie zur Fußball-WM

Warum nur im Fernsehen und nicht live ansehen? Ich begleitete meinen fußballbegeisterten Vater als Kind oft auf den Fußballplatz bzw. bei Länderspielen ins Stadion. Mein Vater, Landarzt zu Penzing, hatte einen Platzanweiser des Rapidplatzes (damals noch Pfarrwiese, nicht Stadion) und im Praterstadion als Patienten. Wir saßen daher meist auf bevorzugten Plätzen, etwa Ehrentribüne; irgendwie wollte es das Schicksal aber, dass wir fast nur österreichische Niederlagen miterlebten, etwa ein furchtbares 0:6-Debakel gegen die, damals noch lange, CSSR (mit lange meine ich zeitlich und nicht räumlich, obwohl die CSSR ja auch räumlich viel länger war als es die heutige tschechische Republik noch ist). Ich startete später noch etwa alle drei Jahre einen neuerlichen Live-Fußballversuch, wiederum jedes Mal mit dem gleichen  niederschmetternden Ergebnis einer österreichischen Niederlage. Dann gab ich das Live-Erlebnis einfach auf, vielleicht war ich auch ein spiritueller Unglücksapostel für die heimische Mannschaft!

Heute treiben mich Europa-und Weltmeisterschaften schon vor die Glotze; das Ritual ist immer das gleiche: man erwartet gespannt das Eröffnungsspiel; dieses ist dann fast immer stinkfad und endet torlos, außer der Veranstalter sucht sich als Gegner Saudi-Arabien aus; man ist frustriert und meidet die nächsten Spiele; mit zunehmendem Verlauf des Turniers werden die Spiele aber immer besser und spannender, weil die Zeit des taktierenden Abtastens vorbei ist und die Mannschaften auf „Teufel komm raus“ (die Belgier sogar auf „Rote Teufel, kommt raus“) spielen müssen. Berühmt-berüchtigte Ausnahmen wie Deutschland-Österreich in Gijon bestätigen die Regel. Für dieses Spiel aber hat der liebe Gott Österreich bestraft und bis 2016 nicht mehr an Endspielen teilnehmen lassen (die eigene EM, da ohne Qualifikation, gilt ja nicht, da konnte ER aiders StadionbHaiders Stadionbau in Klagenfurt ja nicht verhindern. Dafür hat ER aber als Strafe Kärntens Sonne untergehen lassen!)

Warum man aber in höheren Sphären die Bestrafung Deutschlands erst 2018 durchführte, weiß der Himmel allein; vielleicht hat die junge Angela Merkel mit der oberen Instanz bereits damals einen Deal abgeschlossen, dass Deutschlands Fußball weiter erfolgreich wäre, dafür müsse sie später unbegrenzt Flüchtlinge aufnehmen; jetzt, wo die Bayern dagegen verstoßen, ist´s damit vorbei! Ja, so ist es wahrscheinlich, sonst wäre der Himmel ziemlich ungerecht! Vielleicht aber hat man sie auch missverstanden, und sie hat ihren berühmten Satz:“ Ja, das schaffen wir schon“ auf den Gewinn des nächsten Weltmeistertitels gemünzt?

Mein Interesse an diesen Veranstaltungen ging so weit, dass wir als 14Jährige in einem Jugendlager am Fuße des Hochkönigs eine zumindest einstündige Bergtour unternahmen, um die Spiele im Fernsehen zu erleben, und das fast täglich! Die nächste WM fand dann während meiner Bundesheerzeit statt; auch hier robbten wir freiwillig bereits um vier Uhr früh durch die Salzburger Wälder, um später die Spiele ansehen zu können.

Dafür gab es schon faszinierende Spiele, etwa das Finale England-Deutschland 1966 mit dem (in England) berühmten und (in Deutschland) berüchtigten Lattenpendler, der schließlich England zum Weltmeister krönte. Auch bei der „Hinrichtung“ Brasiliens durch Deutschland bei der WM in Brasilien blieb mir der Mund offen (nicht wegen Popcorn oder Rohscheiben!, aber vielleicht mitbedingt durch meine Zahnprobleme (siehe dort!)

Aber auch die anderen Spiele waren sogar manchmal um Nuancen besser als Ried gegen Mattersburg, ohne diesen honorigen Mannschaften auch nur irgendwie nahetreten zu wollen.

Unerhört und unerschmeckt!

Was fangen Sie mit folgendem Satz an: „Geheuerliches Gemach in Garn,  erhörte Taten?“ Vermutlich nicht sehr viel, obwohl es ein artiger Satz ist!

Probieren wir es einmal auf unartig: „Ungeheuerliches Ungemach in Ungarn, unerhörte Untaten!“ Das ist schon verständlicher.

Man sieht also, das kleine Silbchen „un“ hat im Deutschen schon eine ziemlich große Bedeutung und gibt so manchem Unsinn erst einen Sinn! Auch ein echtes Geziefer, selbst wenn es ein Geheuer ist, wird erst mittels dieser Vorsilbe zum ungeheuren Ungeziefer!

Warum so vieles als unerhört angesehen wird, während so manche Ärgernisse auf olfaktorischer Ebene ablaufen und diese eigentlich als „unerrochen“  bezeichnet werden müssten, ist mir unklar! Auch unerschmeckte Kritiken von Vierhaubenrestaurants habe ich trotz steter (oder sagt man unsteter?) Suche noch nie gelesen.

Nicht alle Un-s zeigen sofort ins Negative, manche multiplizieren sogar, etwa die Unsummen, ein Ausdruck, der aber hauptsächlich bei Verdacht auf verbrecherisch erworbene Geldbeträge sein Unwesen (nicht Wesen?) treibt.

Manchmal ist der Un-terschied einiger Ausdrücke ziemlich unklar: etwa zwischen unsäglich und unsagbar! Möglicherweise bedeutet unsäglich die Tatsache, dass manches Holz (Eisenholz) nicht zersägt werden kann?

Auch vor einem i regt das „Un“ zu Rätseln an! Ist vielleicht eine Un-iversität un-informativ? Nach den Bolognakriterien könnte jemand, der nicht verfroren ist, also ein Unverfrorener, so etwas unversehens, aber nicht versehens behaupten und sein Studium nicht verrichteter, sondern unverrichteter Dinge beenden. Was soll man da ternehmen? (Verzeihung, un-ternehmen?)

Fassen wir zusammen: auch wenn viele Dinge unerfühlt, unersehen und unerblickt bleiben, bleibt das „Un“ gemein (Verzeihung, ungemein) umstritten (nein, nicht unumstritten!)

  Jetzt sind wir also wirklich bereit für die Übersetzung eines Textes in die „Unsprache“: (bei Erfolg winken  ..heimliche Gewinne!)

Die Geschichte der ..O ist gar nicht so  ..tadelig, denn oft zeigten sich die Soldaten trotz ihrer  ..iform als ..erbittliche  ..Holde, ja manche erwiesen sich als  ..beschreibliche  ..Getüme, manchmal waren sie nur ..verfroren ..d  ..gezogen!

Diese Feststellung muss man ..verhohlt  ..d und ..umwunden zugeben, auch wenn sich manche ..Generalsekretäre  ..befleckt oder ..tadelig verhielten. So mancher ..Mandatar war allerdings  ..beleckt ..d  ..bedarft, verbreitete dadurch ..verzüglich  ..Billen, sodass man ihn  so  ..gefähr  ..g´spitzt in die Erde versenken hätte können, einfach  ..beschreibliche  ..Gustl´n!

 

 

 

 

Aus der Zwergenwelt

Nein, die Menschheit stammt nicht von den großen Sauriern ab, die sich zu Vögeln weiter entwickelt haben, von denen manche (Papageien, Kolkraben) es durchaus mit so manchen menschlichen Gehirnen aufnehmen können, sondern von den ganz kleinen ersten Säugern. Leider ist trotz Gehirnwachstums beim Homo sapiens doch eine große Tendenz des cerebralen Wichteltums geblieben.

Nach einem Höhepunkt des geistigen Zwergentums mit fürchterlichen Folgen in der ersten Hälfte des  20.Jahrhunderts glaubte man gegen Ende dieses unseligen Zeitraums eine lichte Zukunft zu sehen, die einen der geistig allerkleinsten Zwerge (ich weiss seinen Namen nicht mehr und will ihn mir auch nicht merken) dazu bewegte, mit dem Zusammenbruch des Kommunismus in Europa wäre die Zeit der Geschichte vorbei! Ein Volltrottel, entschuldigen Sie das vernichtende, aber reelle Urteil!

Im Gegenteil, statt sozialer und politischer Fortentwicklung setzten sich in den folgenden Jahren die Neoliberalgnome (nicht ganz unähnlich den NS-Mikrowichteln!) durch. Egozentrik und der Glaube an die einzigartige eigene persönliche Mikrogenialität, auch bei einem IQ<80 sich durch.

Diese Eigenschaften (Egozentrik und niedriger Intelligenzquotient) beherrschten weniger die Wirtschaft als die Bankenaktivitäten und die Politik.

Ich möchte aber betonen, dass der IQ dabei sogar weniger beschädigt wurde als der EQ, der „emotionelle Intelligenzquotient“.

Interessanterweise wussten bereits die Steinzeitmenschen, dass man alleine ein Mammut niemals erledigen konnte! Diese Tatsache ist leider in Vergessenheit geraten.

Heute regieren die „Mini-Ich-AGs“ auf persönlicher als auch auf staatlicher Ebene, wobei ich nicht glaube, dass Sebastian Kurz bei all seinem „großartigen“ Mikrokosmos ein Mammut allein zur Strecke bringen könnte, möglicherweise nicht einmal einen wildgewordenen Dackel!

Wer der Meinung ist, San Marino oder Andorra oder auch Katalonien wären politisch und wirtschaftlich in der Lage, den USA, China und Russland Paroli bieten zu können, möge bitte nicht weiterlesen, denn er hat natürlich Recht und braucht sich weitere dumme Kommentare von mir nicht zu Gemüte zu führen!

Der russische, bei unseren PVS (PutinVerStehern)  allseits beliebte Präsident, hat zu Zeiten des unseligen Premierministers Cameron Großbritannien als kleines Land, das sich immer noch als „Großmacht“ gibt, verspottet. Eigentlich hat er Recht, ca 200.000 Quadratkilometer gegen knapp 20 Millionen, also 1% der Fläche, gibt wirklich keine Großmacht mehr her! Der Herr Cameron wird als kleinster Zwerg des UK neben Herrn Chamberlain in die britische Geschichte eingehen, da er ohne Notwendigkeit aus reinem eigensüchtigem Jux und egozentrischer Tollerei die Brexit-Abstimmung vom Zaun gebrochen hat! Wen wundert es, dass etwa auch das hier wortführende Winzling Boris Johnson eine etwas eigene Friusur trägt?

Natürlich gab es knapp genügend britische Minizwerge, die der Meinung waren, Britannia könne auch ohne Europa die „Waves rulen“! Nur mehr im eigenen Swimming-Pool, meine Lieben!

Anders wäre schon die Relation von Fläche und Einwohnerzahl EU gegen Russland. Aber eine knappe Mehrheit Stammhirnriesen (bezogen auf die Relation zum Großhirn) hat sich für den Brexit entschieden. Derzeit jeiern die Briten um mögliche Vergünstigungen mit der EU herum, ein bemitleidenswertes Schauspiel für die Parteinachfolger eines Sir Winston Churchill!

Der größte (Verzeihung, kleinste) Zwerg, ein wahres Trumpelstilzchen, sitzt wohl in Washington, aber das wissen wir sowieso alle und daher erübrigt sich jeder weitere Kommentar.

Interessanterweise vereinigen sich geistige- und Gartenzwerge in gewissen Regionen. Einen der größten Gartenzwergeparks gibt es in Thüringen, wo auch die geistigen AfD (Alternative für Dodeln)-Trolle ihr Unwesen treiben! Dann sind da noch die Wichtel, die dem Gulaschfaschismus, dem Weißwürstchenprovinzialismus oder dem Minipizzafaschismus a la Musssalvini huldigen,

Aber natürlich sollten wir vor allem bei unserem mikroskopischen Zwergentum verweilen. Da gibt es ein zu kurz geratenes Zwerglein, ein (bald?) berittenes Zwergerl, ein hartes und kleines Wichtelweibchen, bei manchen Zwergen sind die Köpfchen von den vielen Säbelhieben schon so geschrumpft, dass nur mehr ganz kleine Käppchen darauf passen. Aber denen sieht man die Wichtelexistenz schon von außen an!

 

 

Gründung des Cordoba-Kasan-Clubs!

Südkorea hat das Gleiche geschafft wie Österreich in Cordoba 1978 und Deutschland aus einer Fußball-WM hinausgeworfen (beide Sieger flogen allerdings auch gleichzeitig aus dem Bewerb).

Was liegt nun näher, als einen CKTDAC (Cordoba Kasan Triumph Deutschland Ade Club) zu gründen. Jährlich gemeinsame austriokoreanische  Triumphzüge durch Berlin, alle 10 Jahre gemeinsame Staatsakte, Staatsfeiertage, Empfang der Senioren durch die Präsidenten, jährliche Beileidstelegramme an Brasilien wegen der 1:7-Niederlage 2014 mit den Tipps, wie man´s wirklich macht!

 

Gau ober der Enns trifft Thüringen!

Wenn die FP-Politiker nicht sowieso ständig nach Sachsen und Thüringen fahren würden, um vor der KAfD („Keine Alternative für Deutschland“) großspurige Reden zu halten, müsste man sie dazu eigentlich anregen. Auf diese Weise erfährt man dann die wahre FPÖ, da die Proponenten dieser Ansprachen offenbar davon ausgehen, dass man in Österreich von diesen „grandiosen Tipps“ nichts erfährt.

Beispiel gefällig? Der Herr Landesrat Elmar Podgorschek aus dem Gau ober der Enns,  Wotan möge ihm in Walhalla persönlich mit Met bewirten, hat den Kameraden in Thüringen gezeigt, wo der Elmar den Most holt: „Wir müssen den Marsch durch die Institutionen antreten“ (pfui, Diebstahl bei den 68igern!) „Wir haben jetzt bei der Übernahme der Bundesregierung beinhart (diesmal Elmar Beinhart, nicht Werner Beinhart!) alle Aufsichtsräte und teilweise, wo es möglich war, die Geschäftsführer der staatlichen und halbstaatlichen Betriebe ausgetauscht!“

Und weiter: „Was wir aus meiner Sicht unbedingt durchführen müssen, wir sind mitten darunter, ist eine Neutralisierung des öffentlichen Rundfunks“ (also bestenfalls die Schaffung eines Blaufunks, wenn nicht sogar dünklerer Schattierung, Anm. des Verfassers)

Auch gelte es, gegen die „linksgepolte Justiz“ und die „unterwanderte Wissenschaft“ einzuschreiten!

Ist schon blöd, dass die „linksgepolte Justiz“ ständig Rechtsnationalisten wie Westentaschler und Co verurteilen!

Bei der Wissenschaft könnte er vielleicht ein bisschen Recht(s) haben, wir korrigieren operativ häufiger linksgerichtete Wirbelsäulenverkrümmungen als rechtsgerichtete, ich bitte Herrn Podgorschek um Verzeihung! Dafür fühle ich mich (Universitätsdozent) als „wissenschaftlicher Unterwanderer“  geehrt!

Lieber Herr Podgorschek, vielen Dank für Ihre klare Aussagen; aber wie erklären Sie sich die Diskrepanz zu den ach so friedlichen und liberaldemokratischen Behauptungen der Regierungskameraden Ihrer Partei? Na ja, vielleicht geht den Freiheitlichen in der laut ihrer Diktion „Altreich“ genannten Gegend einfach der Mund über das zentrale Denkorgan?

 

Ce zwei Ha fünf oha!

Wir kommen jetzt zu einem Kapitel, das Krügel, Gläser, Stamperln, Flaschen, Fässer und Bände füllt, ohne die Menschheit klüger zu machen (oder doch, siehe die Biographie zahlreicher berühmter Persönlichkeiten?)

Bleiben wir bei den Tatsachen: jedes Volk dieser Erde hat Rauschmittel, vom Fliegenpilz der sibirischen Schamanen über das chinesische Opium bis zum LSD der Hippie-Generation. Unter all diesen Substanzen ist Alkohol wohl die am häufigsten verwendete, da relativ einfach durch Gärung herstellbar und seit der Griechen-und Römerzeit, wahrscheinlich schon viel früher, in Form des Weines uraltes Kulturgut, aber sehr früh kamen auch östliche Länder (Wodka) und nördliche Staaten (Whiskey, Aquavit…) hinzu.

Lassen wir einmal alles Bekannte über Alkoholprobleme beiseite. Wir alle wissen über die hohe Zahl an „Süchtlern“ Bescheid, die ihr Leben ruinieren, über die große Zahl alkoholverursachter Verkehrsunfälle usw.

Angeblich? spielt dieses Gift in muslimischen Kulturen keine Rolle. Ich bin mir da zwar nicht sicher, aber selbst sollte es so sein, ist denn das Leben der Moslems wirklich glücklicher? Ist die Lebensqualität in Syrien, dem Irak, Libyen usw. höher als in Europa? Nun gut, die Zahl alkoholbedingter Verkehrsunfälle wird in Saudi-Arabien wahrscheinlich prozentuell niedriger sein, weil die Betroffenen freitags geköpft werden (jeden Freitag?). Dafür erscheinen mir französische, deutsche, italienische und auch österreichische Weinregionen einfach schöner als die Landschaftsbilder, die ich von Saudi-Arabien bisher gesehen habe. Gerade Weinanbaugebiete wie das Rheintal, die Wachau, die Südsteiermark, die Toskana, das Dourotal in Portugal und viele andere haben einen landschaftlichen Reiz, von Natur und Kultur geprägt, dem man sich kaum entziehen kann.

Und, sind wir uns doch ehrlich, (ich bin mir bewusst, dass Fachleute mich für diese Aussage unwiderruflich und wahrscheinlich zu Recht in die Gilde Alkoholabhängiger einordnen würden), wer kennt nicht die leicht entspannende Wirkung eines Krügels (Seidel, Maß, Pint…) Bier nach einem stressigen Arbeitstag? Wer genießt nicht die erleichternde Wirkung eines Cocktails im Rahmen eines gesellschaftlichen Empfangs, den man nervös betritt? Und wer genießt nicht die zungenlockernde Wirkung zu einer Gesprächsrunde des, wohlgemerkt ersten, maximal zweiten Drinks?

Ja, umgehen muss man mit dem Zeug schon können! Ab dem vierten Drink wird die Diskussion möglicherweise mühsam bis sehr mühsam, ab dem sechsten kann sie dann in Handgreiflichkeiten ausarten, und spielt sich das täglich ab, profitieren nur mehr Schnapsbrennereien, Scheidungsanwälte, Unfallchirurgen und Leberspezialisten.

Überhaupt gibt es hier eine deutliche Diskrepanz zwischen Wein-und anderen Trinkern (siehe Wein), die vor allem im Norden Europas zu Hause sind. Während Erstere das Exzitationsstadium, also Fröhlichkeit und Zungenlockerung möglichst lange ausdehnen, geht es bei den Letzteren um das  möglichst baldige Erreichen der Bewusstlosigkeit mit vollständiger prompter Abgabe des Mageninhalts, erfahrbar jederzeit auf Fähren zwischen Polen und Skandinavien. Profis sollen das bereits in 20 Minuten schaffen!

Nebenbei, haben Sie jemals die Wirkung von Whisky gegen Montezumas, Shivas, Ramses und der Rache anderer tropischer Götter verspürt? Meine Frau ist meine Hausärztin, sie verordnet mir bei Tropenreisen täglich einen heftigen Schluck Whisky, und der hilft wirklich! Schon Oscar Wilde sagte: „Zuviel Alkohol ist zuviel, aber zuviel Whisky ist immer noch zuwenig!“ oder: “Schreiben ist doch nicht schwer, man braucht die Feder nur in Whisky einzutauchen!“ Dabei muss man natürlich eingestehen, dass Schreiben mit dem Laptop in Ermangelung eines solchen „Tintenfasses“ schwieriger geworden ist!

Um nochmals bei der gesunden und anregenden Wirkung des Weins zu bleiben: in Wien gibt es einen Spezialisten der Schmerzbehandlung, Prof. Wilfried Ilias. Ich habe mehrere seiner sehr interessanten Fortbildungsvorträge gehört; in jedem begann er mit schmerzstillenden Medikamenten, um spätestens nach 5 Minuten auf die gesundheitsaffinen Wirkstoffe des Weines umzuschwenken, von denen er als Burgenländer und Anästhesiologe jede Menge wusste!

Kürzlich las ich eine Zeitungsüberschrift samt Artikel, der dem Wein jede gesundheitlich positive Wirkung absprechen wollte. Als gelernter Mediziner mit wissenschaftlichen Ambitionen kann ich da nur gelassen sagen: glaubt doch bitte nicht jedem dahergelaufenen Nebochanten alles!

Bemerkenswert ist immerhin jene Zahl „Unsterblicher“, die ihre Werke trotz (oder wegen?) Alkoholismus erbracht haben; die Liste ist sehr lang: Beethoven, Mussorgsky, Sammy Davis jr, Frank Sinatra, Oscar Wilde, Helmut Qualtinger und Tausende anderer; das sollte immerhin zu denken geben! Immerhin ist die Liste größer als diejenige Saudiarabischer Dichter, Komponisten oder Philanthropen.

Selbst Religionsgründer wie Jesus Christus und Martin Luther waren dem Alkohol durchaus nicht abhold, und wir Evangelische kriegen beim Abendmahl sogar einen Schluck davon ab. Ist das vielleicht der Grund dafür, dass so mancher „Konfektionslose“ zum „Evangelisten“ mutieren will?

Beim Landtagswahlkampf 2015 in Wien wurden die SP-Plakate: “ Dr.Michael Häupl-a G´spür für Wien“ mit „a G´spür für Wein“ überklebt, offenbar von philosophischen Kennern; beides gehört einfach zusammen! Meines Wissens hat noch nie ein Antialkoholiker Wiens Bürgermeistersessel entweiht, und das ist für eine der lebenswertesten Großstädte der Welt und die einzige Millionenstadt der Welt, die in messbarem Ausmaß Wein produziert, auch richtig so!

Natürlich löst Alkohol keine Probleme, aber sind wir uns doch ehrlich:  Cola, Red Bull und Milch auch nicht, nicht einmal der Almdudler. Ja, Coca Cola wird ja erst als „Cuba libre“ genießbar!

 

[wl1]Möglichst

Auf ins Parlament!

Heute fand ich den Leserbrief einer Lehrerin, die Klassenfahrten ins Parlament wegen dort herrschender Unsitten ablehnt.

Ich muss da ganz heftig widersprechen: meiner beruflichen Erfahrung nach lernt man am besten von den eigenen Fehlern (außer man ist Verdrängungsweltmeister), aber gleich dahinter prägen sich die Fehler anderer ins Gedächtnis ein und spornen den Lernprozess an. Und welche Institution kann besser als schlechtes Beispiel dienen als ein „Hohes Haus“, in dem der Bundeskanzler nicht einmal vom Handy aufblickt, wenn er direkt angesprochen wird, nachdem er die Diskussion seiner Erklärung gleich am Anfang verlassen hat und erst mit mehr oder weniger Gewalt wieder in den Sitzungssaal gebracht werden konnte! Na ja, wenn Viktor Orban ruft, ist das Parlament natürlich unwichtig, es gilt ja wieder einmal, Flüchtlingsrouten heroisch zu schließen!

Ich möchte jetzt nicht unbedingt als parteiisch erscheinen, aber seitdem die blaue Riege und türkise Anhänger des ungarischen „Heiligen Viktor“ das „Hohe Haus“ fast überschwemmen, können Schüler natürlich schlechte Beispiele wohlbestallter Abgeordneter viel genauer studieren als früher, da selbst FP-Abgeordnete wie Herr Zeillinger, Gott hab´ ihn selig, zur Regierungsbank gewendet lediglich die fast höfliche Anrede formulierte „Sehr geehrte Herren Preistreiber!“ Das rief zwar damals einen Entrüstungssturm hervor, würde heute aber kaum mehr als ein müdes Lächeln ernten!

Unsere blauen und türkisen Recken haben da schon andere Qualitäten: das Mikrophon wird zur Imitation einer nach dem größten EU-Land benannten  Sexualtechnik missbraucht, eine in Bosnien geborene Abgeordnete wird wegen ihrer Herkunft beleidigt („Blutrache gibt es in Bosnien, nicht bei uns!“, sie wird geduzt, einer der „klügsten“ Blauen, dessen Regierungsbeteiligung „unverständlicherweise“ vom Bundespräsidenten untersagt wurde, brüllt bei ihrer Rede „Frau Pilz“ und „Pilz hat Ihnen diese Rede geschrieben!“)….

Ich bin persönlich ganz davon überzeugt, dass eine Schulklasse, die solche Szenen live im Parlament erlebt, mit dem festen Grundsatz nach Hause fährt:

“ Nein, solche Zustände soll es in unserer Klasse nicht geben!“

Es gibt keine Institution, die als zumindest wirkungsvolle Abschreckung nicht geeignet ist!

Nein, natürlich will ich das „Hohe Haus“ nicht beleidigen, schließlich wurde es ja von der Mehrzahl der bekannterweise freundlichen Facebook-Kommentatoren gewählt!

Aber ich möchte auch betonen, dass es so hoch auch wiederum nicht ist, zumindest nicht so hoch wie der Großglockner!

Blädoyer für weichere Gonsonanden

Die Physik behauptet von sich neben der Mathematik, zu den wenigen wahren Wissenschaften mit harten Daten und Fakten zu gehören. Sie schaut deshalb etwas herablassend auf biologische Wissenschaften wie Medizin herunter, soziale Wissenschaften werden von echten Physikern wahrscheinlich überhaupt nicht ernstgenommen!

Natürlich bezieht sie ihre Härte auch von den Konsonanten ihrer Teilgebiete. Ganz anders würde die Sache schon beim Ersatz dieser durch weiche Konsonanten, wie dies in China erfolgte (Bejing statt Peking) aussehen!

Da hätten wir dann eine Füsig mit Obdig, Agusdig und Elegdronig, und auch die Mademadig müsste Federn lassen. Auf der Gegenseite könnte man natürlich die Piolokie als härtere Wissenschaft präsentieren!

Aber auch der beinharte Innenminister könnte auf diesem Weg etwas aufgeweicht werden, Gigl klingt doch gleich viel sympathischer! Außerdem wäre die Zusammenarbeit mit der Opposition unter der Devise „Einmal der Gigl, einmal der Gogl“ viel einfacher, und auch der Bundesgansler Gurs erscheint in einem weit freundlicheren Licht! Und am wichtigsten: Weichinger-Glein glingd einfach besser als Hartinger-Klein!

Blasenschwäche und Co.

Hin und wieder sitzt man abends essend vor dem Fernseher; das ist natürlich für geistige Größen, die niemals fernsehen, verständlicherweise absolut verwerflich, aber ich sehe doch ganz gerne Nachrichten und Co, und wenn ich gerade zu dieser Zeit hungrig nach Hause komme, erscheint die baldige Nahrungsaufnahme zumindest verzeihlich!

Wenn ich großes Pech habe, beginne ich ich etwa um 19.20 mit dem Abendmahl. Natürlich drehe ich bei der Werbung den Ton ab, aber die Bilder sprechen für sich: Blasenschwäche mit wunderbaren Einlagen, die dreidimensionale Bewegungsgestaltung einer optimalen Einlage (Slip-, nicht Schuh!), Tampongs, die optische Darstellung der Flüssigkeitsaufnahme, die immer („always“) stattfindet, das Gegenteil, die Scheidentrockenheit und ihre Behandlung, besonders weiches Klopapier, die bildliche Darstellung der Scheidenflora, die Werbung für actimele Stuhlgestaltung…

Ich freue mich natürlich über alle diese Werbungen, da auf diesem Weg der Appetit auf das Abendessen nachlässt und damit die Gewichtsreduktion erleichtert wird!

Ich empfehle daher: Werbung vor „Zeit im Bild“ als wirkungsvolle Abnehmhilfe!